Wir feiern ein Jahrzehnt im Kunstmarkt

e.artis liegt strategisch günstig im Herzen von Chemnitz, eingebettet zwischen der heutigen modernen Stadt und den Überbleibseln der typischen Architektur der Industriezeit des 19. Jahrhunderts. Nicht weit entfernt beobachtet uns das Karl-Marx-Denkmal oder auch das bekannteste Wahrzeichen der Stadt, dor Nischl. Das ist kein Wunder. e.artis ist zu einem festen Bestandteil des kulturellen Gefüges der Stadt geworden. Im Februar 2019 feiert e.artis beständig Kunstliebhaber wie Einlieferer und macht ein Fest aus zehn wachstumsorientierten Jahren auf dem Kunstmarkt. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei jedem von Ihnen bedanken, der ein Teil unserer Reise war und möchten Sie kurz durch unsere bisher erstaunliche Reise führen.

Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin Konstanze Wolter erinnert sich mit einem Lächeln wie alles begann: „Als Kunstliebhaber hatte ich immer eine Faszination für die bildenden Künste und die grenzenlose Freude, die man daraus ziehen kann, wenn man sie nur anschaut. Als ich auf die Möglichkeit gestoßen bin, ein Kunstgeschäft zu gründen, habe ich nicht gezögert. Bei einem holprigen Start und einigen Rückschlägen wurde mir jedoch klar, dass unser Geschäftsmodell so nicht funktionierte. Aus diesem Grund wurde ich ein aufmerksamer Beobachter des Kunstmarktes und ich schaffte mir Bewusstheit  dafür, wie hart der Kunstmarkt ist. Ich war besonders betrübt über die Fragen der Preistransparenz und hatte das Gefühl, dass die Verkäufe im klassischen Markt nicht zugänglich genug waren. Diese beiden Dinge haben Spaß und Fairness aus der Gleichung genommen. Ich habe schnell gelernt und unser Geschäftsmodell an die Bedürfnisse des Kunstmarktes angepasst. Wir starteten wöchentliche Online-Auktionen für bildende Kunst, darunter hochwertige Werke, die ausnahmslos ab 1 € Startpreis eingestellt werden. Damit öffneten wir allen die Türen der Kunstwelt. Käufer können den Wert bieten, den sie für das Kunstwerk für angemessen halten. Meine Vision war es, eine Plattform zu bieten, auf der alle Kunstinteressierten überall auf der Welt ein völlig neues Einkaufserlebnis haben können, das Spaß macht, fair und sicher ist. Im Laufe des Jahrzehnts, seit der Gründung unseres Unternehmens, haben wir unser Dienstleistungsangebot für alle Segmente von Kunstliebhabern erweitert.

Die Reise so lang

Unser erster Firmensitz befand sich im Dachgeschoss dieser Villa in Chemnitz – Rabenstein.

2009

Als die Immobilienblase in den USA platzte, was weltweit Auswirkungen hatte und zu einer globalen Finanzkrise führte, verlangsamte sich die Geschäftswelt insgesamt und der Kunstmarkt war sehr vorsichtig. In derselben Zeit hat unsere Gründerin, Frau Wolter, ihre unternehmerische Idee,  Online-Kunstauktionen zu starten, abseits der Hektik der Kunstszenen mit Leben erfüllt. Nicht in Berlin oder München, sondern in einer Stadt, die für ein Kunstprojekt in diesen Zeiten sehr unwahrscheinlich war und ist. Es war ein Ein-Mann-Unternehmen, das mit einer wöchentlichen Online-Auktion von 3 bis 5 Kunstwerken begann und manchmal bis zu 10 Artikel erreichte. Es war auch ein Jahr voller Lernerfahrungen. Bald stellten wir fest, dass das von uns angepasste Geschäftsmodell für den Kunstmarkt nicht realisierbar war. Schnell haben wir aus den Fehlern gelernt und uns an die Bedürfnisse des Marktes angepasst.

2010 – 2012

Die ersten Schwierigkeiten und die daraus gezogenen Lehren haben den späteren Erfolg für uns geebnet. Der erste große Durchbruch gelang in Form des Auftrages den gesamten Restbestand der SchmidtBank Kunstsammlung,  der aus mehr als 2000 Kunstwerken bestand, zu verkaufen. Folglich erhöhten wir die Anzahl der wöchentlich versteigerten Artikel von 10 auf 50. Dies gab uns die Möglichkeit, die Größe des Teams zu erweitern und die Unternehmensstruktur zur entwicklen.

Ein-Person-Unternehmen – am Anfang hat Konstanze Wolter alles allein gemacht

2013 – 2014

Mit unserem wachsenden Erfolg auf dem Kunstmarkt haben wir im Jahr 2014 unsere Dienstleistungen auf den Online-Shop ausgeweitet, in dem handverlesene Artikel von Frau Wolter und unseren internen Experten ausgewählt wurden. Als eine unserer wichtigsten Aufträge haben wir mehr als 2000 Kunstwerke für die Liquidation einer Kunstgalerie verkauft.

Als eines der ersten Unternehmen boten wir 2014 eine eigene App mit AR-Funktion an, um sich die angebotenen Kunstwerke zu Hause an der eigenen Wand in der richtigen Größe vorstellen zu können.

2015

e.artis hat sich auf dem Kunstmarkt etabliert. Mit seinem wachsenden Team, seinen treuen Kunden und den Lageranforderungen für zahlreiche Kunstwerke verlegte das Unternehmen seinen Standort in neue Räume über zwei Etagen im Zentrum der Stadt Chemnitz, wo es einen besseren Zugang zu Kunstliebhabern bieten kann, um die Kunstszene vor Ort zu bereichern. Dazu eröffneten wir e.artis contemporary, unsere Galerie für zeitgenössische Kunst, und repräsentierten nun auch eigene, fein ausgewählte Künstler. Wir zeigen von nun an regelmäßig Gruppen- und Einzelausstellungen und laden zu Ausstellungseröffnungen und Events ein, bei denen die Kunstliebhaber mit den Künstlern interagieren und bei einem Glas Sekt interessante Gespräche führen können.

Unser neuer Firmensitz in der Innenstadt von Chemnitz zur Eröffnung im Mai 2015

2016 – 2017

Um mehr Kunstliebhaber in die Stadt zu locken, initiierte Frau Wolter 2016 Look for Open Gallery, den Galerierundgang Chemnitz, zu welchem wir gemeinsam mit anderen Galerien der Stadt als Gastgeber auftraten, um Kunstinteressierte zu ermutigen, unsere offenen Galerien zu besuchen und Kunst zu begegnen. Dabei konnten wir auf die Unterstützung von Sponsoren bauen, die engagiert kulturelles Leben in Chemnitz fördern. Bereits drei aufeinanderfolgende Jahre haben wir den Galerierundgang nun schon realisiert.

e.artis bereichert Sie mit Kunst – wir und unsere Gäste lieben Auseinandersetzung mit Kunst!

2018

Seit seiner Gründung war jedes Jahr ereignisreicher als das davor. Das Jahr 2018 war dabei keine Ausnahme. Zwei große Skulpturen, die Letzten aus der ehemaligen SchmidtBank-Sammlung, fanden durch uns ihren Weg ins Technische Rathaus, Chemnitz und konnten so in der Stadt gehalten werden, was für uns eine große Freude war. Außerdem wurden wir von der internationalen Kunstplattform Artsy eingeladen zusammenzuarbeiten, um unsere Marktpräsenz zu erhöhen. Dies hat uns geholfen, ein breiteres Publikum zu erreichen. Staatsministerin Petra Köpping war anlässlich des sächsischen Gründerinnenpreises bei uns zu Besuch. Mit e.artis contemporary nahmen wir an unserer ersten Messe, der Photo Basel 2018 teil. Als weiteren Meilenstein des Jahres wurden wir mit der Nachlassarbeit von Lambert Maria Wintersberger betraut und konnten den Erben in kürzester Zeit mit unserem professionellen mobilen Team bei der Herausforderung eines Kunstnachlasses zur Seite stehen. Unsere Chronik zum faszinierenden Nachlass des Künstlers Lambert Maria Wintersberger können Sie in unseren Blogbeiträgen finden. weiterlesen >>>

Das Team

e.artis begann mit der Vision und den Bemühungen einer einzelnen Person und ist heute zu einem engagierten Team gewachsen.

Warenausgang an einem normalen Werktag bei e.artis. Getestet durch Fensterwürfe ist unser Verpackungsstandard heute verantwortlich für unsere geringe Rate an Transportschäden.

Frau Wolter erzählt, wie ihre Reise von einem Ein-Person-Unternehmen zu einem neunköpfigen Team durch Anekdoten aus einem Jahrzehnt erreicht wurde: „Ich habe alleine angefangen und wie Sie sich vorstellen können, war es nicht immer einfach. Die erste Arbeit, die ich delegierte, war das Verpacken. Wir haben damals die Festigkeit und Haltbarkeit unserer Pakete getestet, indem wir zerbrechliches altes Porzellan mit unserem Verpackungsmaterial verpackt und aus den oberen Fenstern geworfen haben. Obwohl dies viele fragende Blicke einbrachte, gaben wir erst Ruhe, als wir sicher waren, dass das Verpackungsmaterial und die Packtechniken das Beste waren und der Inhalt nach dem Sturz noch intakt war. So wussten wir, dass auch bei unangemessenem Umgang mit unseren Paketen der Inhalt nicht leiden würde, so dass unsere Kunden ihre Kunstwerke unversehrt, so wie von uns online beschrieben nach Hause geliefert bekommen würden.

Als nächstes brachte ich einen Fotografen in unser Team. Damit wir unseren Online-Kunden durch hochqualitative Bilder einen sehr realistischen Eindruck geben können, wie das Kunstwerk in der Realität aussehen würde. Bald kamen ein Versandmanager und ein Kunstexperte hinzu. Später wurden ein Assistent und ein Galerie-Manager zur Sicherstellung des Galerie-Betriebes eingestellt. Das Team wächst und die Arbeitsweise entwickelt sich weiter. Wir sind ein digitalisiertes Unternehmen und bemühen uns, unseren Kunden die beste Geschäftserfahrung auf dem Kunstmarkt zu bieten.“

Pläne für die Zukunft!

e.artis bedeutet nach wie vor Online Kunsthandel. Wenn wir unsere jahrzehntelange Reise betrachten, haben wir gelernt, die sich wandelnden Anforderungen des Kunstmarktes zu erkennen und unsere Geschäftslösungen entsprechend anzupassen, damit wir auch weiterhin jedem Kunstliebhaber einen Zugang zu Kunst ermöglichen und das beste Kunsteinkaufserlebnis aus jedem Winkel der Welt bieten können. e.artis macht Spaß, ist fair und sicher. Auch weiterhin.

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