Ein herausforderndes Projekt startet

Lambert Maria Wintersberger Gemälde

Wir schreiben das Jahr 1969. Der Spiegel titelt „Tortur in Marzipan“ und meint damit die Gemälde von Lambert Maria Wintersberger.

„In volle Lippen pieken Eisenklammern, Schnüre schneiden tief in qualliges Fleisch, und ein Büchsenöffner hebt Fingernägel ab. Schock-Motive von so ausgesuchter Art sind die Spezialität des Malers Lambert-Maria Wintersberger, 27; schon seit zwei Jahren führt er nur noch „Verletzungen“ und „Fesselungen“ aus. Die Torturen sind dem jungen Münchner, der jetzt in Stuttgart wohnt, wohlgelungen: Er rückte damit, schrieb die „FAZ“, auf „einen der ersten Plätze unter den jungen deutschen Malern“. Und wo immer nun die aktuelle Kunst der Bundesrepublik zur Schau steht, hat auch Wintersberger seine malträtierten Münder und Finger im Spiel.“

Heute schreiben wir das Jahr 2018. Niemand titelt mehr über den „Hüne mit Gammler-Haartracht“. Lambert Maria Wintersberger ist tot.

Seine herausragende Kunst aber lebt.

e.artis ist beauftragt das Œuvre des 2013 verstorbenen Künstlers aufzuarbeiten und zu bewahren. Dazu wird ein mobiles e.artis Team im Juni diesen Jahres in das „Künstlerhaus Lambert Maria Wintersberger“ nach Frankreich fahren und in einer herausfordernden Aktion in 2×2 Wochen den gesamten Nachlass sichten und aufnehmen.

In diesem Kunstblog halten wir Sie über dieses besondere Projekt in der nächsten Zeit regelmäßig auf dem Laufenden. Seien Sie hautnah dabei, wenn wir uns dem Lebenswerk eines interessanten Künstlers der deutschen Kunst nach 1945 nähern.

Lambert Maria Wintersberger – Sein Nachlass wartet darauf entdeckt zu werden!

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